Creativity: What is important to know?

What is important to know about creativity?

Changing education paradigms: Do schools kill the creativity?

by Sir Ken Robinson

Why don’t we get the best out of people? Sir Ken Robinson argues that it’s because we’ve been educated to become good workers, rather than creative thinkers. Students with restless minds and bodies — far from being cultivated for their energy and curiosity — are ignored or even stigmatized, with terrible consequences. „We are educating people out of their creativity,“ Robinson says. It’s a message with deep resonance. Robinson’s TEDTalk has been distributed widely around the Web since its release in June 2006. The most popular words framing blog posts on his talk? „Everyone should watch this.“

A visionary cultural leader, Sir Ken led the British government’s 1998 advisory committee on creative and cultural education, a massive inquiry into the significance of creativity in the educational system and the economy, and was knighted in 2003 for his achievements. His latest book, The Element: How Finding Your Passion Changes Everything, a deep look at human creativity and education, was published in January 2009. „Ken’s vision and expertise is sought by public and commercial organizations throughout the world.“ further discussion about free schools:

Kaizen oder das Geheimnis des Kōan

Das Geheimnis des Paradoxen:
Hast du es eilig, dann gehen langsam…

Je mehr es […] Beschränkungen und Verbote
es gibt,desto ärmer wird das Volk […]

Je mehr Gesetze und Verordnungen erlassen werden,
desto mehr treten Räuber und Diebe auf

Daher sagt der weise Herrscher:
Ich tue nichts und die Menschen verändern sich von selbst
Ich tue nichts und die Menschen werden von selbst wohlhabend.

Lao-Tse

oder gilt doch das Folgende?

Weniger arbeiten“, „besser leben“, „mehr verdienen“,
„schneller zu Reichtum gelangen“,
über Steuern klagen,
aber dem Staat höhere Leistungen abzuverlangen

– das alles kennzeichnet zusammen
eine geistige Verirrung und Verwirrung,
die kaum noch zu überbieten ist und die,
auf die Spitze getrieben,
die Grundfesten unserer gesellschaftlichen Ordnung
zu zerstören geeignet wäre.

Ludwig Erhard

Beide Zitate sind der Homepage des liberalen Forums entnommen, auf das mich Herr Hermann Otto Solms viaTwitter aufmerksam machte.

Das von Lao-Tse beschriebene Prinzip ist Teil meiner praktischen Beratungsarbeit.
Wir wirken sie Zitate auf Sie? Gibt es Beispiele aus ihrem Alltag, die diese Paradoxien widerspiegeln und widerlegen? Was fällt ihnen konkret dazu ein?

Es scheint so: Je mehr wir bewußt Ziele definieren, desto mehr werden Ziele unwillkürlich zu einer beliebigen Managementgröße oder je mehr wir auf Qualitätsstandarts setzen, desto weniger Gefühl für Qualität stellt sich ein. Wir definieren Lernzielkataloge, um die Ausbildung z.B. unserer Ärzte zu verbessern und gleichzeitig erleben wir, dass die Qualität in der Ausbildung der Mediziner nicht wirklich zu nimmt und die Zahl der iatrogenen Erkrankungen zu nimmt.
Der Staat und insbesondere die Liberalen appelieren an die Eigenverantwortlichkeit der Bürger, z.B. bei der Gesundheitsversorgung und meinen nichts weniger, als dass der Staat sich aus der Verantwortung zurück zieht, ohne den einzelnen Bürger von Abgaben und Steuern zu entlasten. Die Einführung der Praxisgebür hat den bürokratischen Aufwand für den Arzt erhöht, ohne gleichzeitig die Versorgungssituation der Patienten zu verbessern. Der Staat betreibt mit seinen öffentlichen Körperschaften moderne Wegelagerei bei der Masse der Staatsbürger ungeachtet von Herkunft, Religion, Rasse, Geschlecht und Leistungsfähigkeit. Wie sozialmarktwirtschaftlich ist unser Gesundheitssystem organisert? 
Der Politiker im Allgemeinen selbst scheut die beschworene Eigenverantwortung und finanziert seine Aktivitäten über Sonderzuwendungen, Spesen und Subventionen. Sie prädigen Wasse r und trinken selbst den Wein! In Sonntagsreden werden die Werte der sozialen Marktwirtschaft gefeiert, doch für z.B. die gesetzliche Krankenversicherung existiert ein spezifischer Staats-Sozialismus. Erhard irrte, seine Analyse taugen erst dann, wenn die Personen ausgetauscht werden, denn er beschreibt das Verhältnis des Staates zu seinen Bürgern. Dem Staat reichen die Steuereinnahmen nicht, wobei er gleichzeitig dem Bürger immer höhere Abgaben abverlangt – diese Irrungen und Mißverhälnisse gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der Staat wird zum Risikofaktor für unser Gemeinwesen und unser humanes Zusammenleben.  Er mutiert zum modernen Raubritter, um seine vielfältigen militärischen Aktivitäten,  seiner asymetrischen Wirtschaftskriege zu finanzieren, er scheut keine moderne  Wegelagerei, um seine Kassen zu füllen. Nie ist ein Staat in der Mitte Europas, mit solchen finanziellen Möglichkeiten ausgestattet gewesen und was macht er damit? Wann werden Politiker uns vor dem Staat schützen und seine ausbeutenden Rechte beschränken?
Ludwig Erhard zeigt mit dem Zeigefinger auf die vermeindlichen Nassauer in unserer Gesellschaft und meint damit die Empfänger von Sozial-Leistungen und übersieht das zwei seiner Finger auf ihn gerichtet sind.  „Wenn du mit dem Zeigefinger auf andere weist, dann bedenke  drei deiner Finger sind auf dich gerichtet!“

 

What do you know about the secret of teaching?

This are the main teaching principels? Right or wrong? What do you think?

 

  • What the kids should learn in school is mostly negligible in the long term?
  • What the kids should learn from their parents is mostly only important in the short term?
  • What the kids should learn from their friends is invaluable important for the whole time of life?

Most of what the kids learn they discover by themselves and from their best  friends.
When I think back to my teaching days, then the influence of the school was much less than the cost of the operation then to teach me. So, my main answer of your question is: We shall open the space for learning but let the kids decide self what they discover.

This means, quite radically, we are less concerned with the children and more need to worry about the learning circumstances. I am absolutely convinced, the stability of a strong learning architecture is more important than the content. Content are interchangeable, architecture is forever.

Today, I’m trying not to betray my children the secret of learning.
I try to keep the space free that my kids discover it by them self.
My principle, less is more.

We do not spoil the children’s appetite to learn, by bad teaching, bad books, worthless content. I call it the discovery of the spirit of learning.
My maxim as a father: understanding, trust, forgiveness and waive.
(verstehen, vertrauen, verzeihen und verzichten“)

As teacher i think the most important thing you should teach respectively have to show are:

  1. Do not be afraid of making mistakes.
  2. That there is no teaching that is free of pain.
  3. You teach always the parents and parents need relief, and that’s your job.
  4. Looking at the kids not as a friend, of a partner of you but as the best coach
  5. Built a strong experience and lerarn architecture
  6. Let the kid discover here world
  7. Show what you can and do not deny your own shortcomings.
  8. If you have time, think about your own teachers.
  9. Communication starts with listening.
  10. Be precise, clear, do not hesitate, either direct and confident in your criticism.

Wie wir lernen und was in unserem Gehirn abläuft, damit wir lernen?

Lernen im Schlaf

Tagsüber pauken wir Vokabeln oder üben ein Klavierstück. Die darauf folgende Nacht entscheidet darüber, ob wir das Erlernte auch im Kopf behalten: Die richtige Form des Schlafs gibt dabei den Ausschlag. Das zeigen Forschungsergebnisse immer deutlicher.

Autor Ragnar Vogt, 31.Oktober 2012 via dasGehirn

 @epicweddingphoto.com/flickr/getty images

Ich muss nur das Chemiebuch unter das Kopfkissen legen, und wenn mich der Lehrer morgen in der Schulstunde fragt, dann beherrsche ich das Periodensystem perfekt. Als Kinder haben wir solche Mythen geglaubt – heute dagegen wissen wir, dass man nicht im Schlaf lernen kann. Oder doch? Natürlich müssen wir das Lehrbuch unter dem Kopfkissen hervorholen und darin lesen, von allein wandern die Informationen nicht in unser Gehirn. Aber damit das Wissen auch im Kopf bleibt, dafür ist der richtige Schlaf entscheidend. Das haben zahlreiche Experimente von Hirnforschern in den letzten Jahrzehnten gezeigt.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Studien zeigen, dass der Schlaf wesentlich dafür ist, dass sich das Gedächtnis bildet.
  • Im Schlaf zeigen sich dieselben Netzwerkaktivitäten im Gehirn wie während des Lernens am Tage. Forscher vermuten, dass sich durch eine solche Wiederholung die Erinnerung konsolidiert.
  • Für das deklarative Gedächtnis sind vor allem die Tiefschlafphasen wichtig. Handlungsabläufe und emotionale Ereignisse dagegen bearbeitet das Gehirn vor allem in den Traumschlafphasen.
  • Ohne den richtigen Schlaf kann sich ein Mensch emotionale Ereignisse nicht so gut merken. Forscher hoffen deshalb, traumatisierte Patienten behandeln zu können, indem sie unmittelbar nach den Erlebnissen den Schlaf entziehen.

Anschaulich wird dieser Effekt etwa bei einem Versuch, den Ines Wilhelm und Susanne Diekelmann im Jahr 2010 durchführten. Die Psychologinnen forschten damals bei einem der wichtigsten deutschen Schlafforscher, Jan Born, der kürzlich von der Uni Lübeck an die Uni Tübingen wechselte. Bei dem Experiment sollten Studenten Wortpaare lernen: zu Quadrat gehört Kreis, zu Flasche gehört Geist und so weiter. Anschließend sagten ihnen die Wissenschaftler, dass diese Wortpaare anderntags abgefragt würden. Eine Gruppe durfte schlafen, die andere nicht. Am nächsten Tag konnten sich die ausgeschlafenen Studenten wesentlich besser an die Wortkombinationen erinnern als die mit der durchwachten Nacht. Ähnliche Studien gibt es viele. Sie alle kommen zu dem Ergebnis, dass während des Schlafs etwas passiert, dass das Erinnerungsvermögen stärkt.

Doch warum ist das so? Einen Hinweis geben die Experimente der beiden Psychologinnen, denn sie testeten noch weitere Gruppen von Studenten nach demselben Schema, mit einer entscheidenden Abweichung: Die Probanden sollten zwar auch lernen, man verriet ihnen aber anschließend nicht, dass sie die Wortpaare am nächsten Tag wissen mussten. Vielmehr dachten sie, es stünde ein komplett anderer Test auf dem Programm. Das Ergebnis: Die Probanden konnten sich schlecht an die Wortpaare erinnern – auch diejenigen, die ausreichend  geschlafen hatten. Was war passiert? Die Studenten hatten sich mit dem gleichen Engagement die Wörter eingeprägt, also kamen wohl in ihren Gehirnen die gleichen Informationen an. Danach kamen sie in den Genuss von Schlaf, der doch für gutes Erinnern so wichtig ist. Dennoch versagten sie am nächsten Morgen. Der Unterschied allein war, dass sie davon ausgingen, sie brauchten das Gelernte nicht mehr. „Das ist möglicherweise die wichtigste Funktion des Schlafes“, sagt Susanne Diekelmann. „Wir treffen von all dem Input des Tages eine Auswahl: Das Wichtige wird ins Langzeitgedächtnis übertragen, das Unwichtige nicht.“

Spezialisierte Zellen rekapitulieren die Informationen des Tages

Mittlerweile haben Forscher eine Vorstellung davon, welche Prozesse dabei im Gehirn ablaufen. Am besten untersucht ist das so genannte deklarative Gedächtnis. Damit beschreiben die Wissenschaftler die Fähigkeit, sich Fakten zu merken, etwa die Wortpaare aus dem oben genannten Experiment. Für diese Form von Gedächtnis gelang den US-ForschernMatthew Wilson und Bruce McNaughton bereits in den 1990er Jahren ein Durchbruch. Sie ließen Ratten eine neue Umgebung – etwa ein Labyrinth – erkunden. Dabei zeigen, das war bereits bekannt, einige Nervenzellen im Hippocampuseine auffällige Aktivität. Die Zellen heißen ‘place cells’, denn mit ihrer Hilfe wird eine Art Landkarte im Gehirn gespeichert. Die beiden Forscher konnten für einen Weg, den eine Ratte im Labyrinth ging, ein Aktivitätsmuster dieser besonderen Zellen aufzeichnen. Und genau dieses Muster fanden die Forscher wieder, während die Ratten schliefen. Die place cells rekapitulierten also in der Nacht die Informationen von den Orten, die am Tag besucht worden waren.

Dieses Phänomen haben zahlreiche Forscher inzwischen auch bei anderen Formen der Erinnerung wiedergefunden: Netzwerkaktivitäten, die während des Lernens sichtbar sind, treten in ähnlicher Form beim Schlafen auf. Viele Wissenschaftler vermuten, dass über den Mechanismus ein am Tag erlebtes Ereignis erst konsolidiert und dann ins Langzeitgedächtnis übertragen wird. Besonders beim deklarativen Lernen scheint dabei der Hippocampus eine wichtige Rolle zu spielen. „Man kann sich diese Hirnregion wie einen Zwischenspeicher vorstellen“, sagt Susanne Diekelmann. „Wenn wir etwa Vokabeln lernen, dann sind viele verschiedene Bereiche des Neocortex aktiv. Bis wir schlafen, merkt sich der Hippocampus, dass diese Einzelteile zusammengehören. In der Nacht dann löst die Hirnregion die gleichen Cortex-Aktivitäten aus. Vermutlich werden dort erst die Einzelinformationen als eine zusammenhängende Episode abgespeichert.“

Traum und Gedächtnis

Viele Wissenschaftler vermuten mittlerweile, dass im Schlaf die Ereignisse des Tages im Gehirn rekapituliert werden und auf diese Weise das Gedächtnis gebildet wird. Wer zum ersten Mal von dieser Theorie hört, der könnte denken: Aha, das erklärt auch, warum wir träumen. Wir bekommen einfach während des Schlafes mit, dass wir das zuvor Erlebte im Geiste wiederholen. Doch so einfach ist es wohl nicht. „Ob Träumen etwas mit der Gedächtnisbildung zu tun hat, ist schwierig zu sagen, da scheiden sich die Geister“, so Susanne Diekelmann. Dagegen spricht, dass – zumindest für das deklarative Gedächtnis – diese Rekapitulation ausgerechnet in der Schlafphase stattfindet, in der wir am wenigsten träumen: im Tiefschlaf. Dann kann man die Aktivitäten des Hippocampus sogar im Elektroenzephalogramm (EEG) messen: Bestimmte Muster, so genannte ‘sharp wave ripples’, gehen in der Schlafphase von dieser Hirnstruktur aus.

Welchen Einfluss die Schlafphasen auf das Lernen haben, zeigt eine Studie, die Jan Born bereits 1997 durchführte. Dabei untersuchte er die Schlafphasen bewusst nicht einzeln. Schließlich bedeutet es für die Probanden großen Stress, ständig aufgeweckt zu werden – eine Tatsache, die sich auch sehr schlecht aufs Lernen auswirkt. Stattdessen ließ er eine Gruppe – die Frühschläfer – von 23 Uhr an drei Stunden schlummern und weckte sie dann auf. Die andere Gruppe – die Spätschläfer – durfte erst von drei Uhr an nächtigen und wurde um sechs Uhr geweckt. Durch diesen Versuchsaufbau konnte Jan Born den Effekt der Schlafphasen auf das Lernen eingrenzen. In den drei Stunden hatten zwar beide Versuchsgruppen den natürlichen Wechsel der Schlafphasen. Die Frühschläfer erlebten dabei aber – das konnten die Forscher im EEG kontrollieren – vor allem Tiefschlafphasen. Bei den Spätschläfern dagegen dominierte der Traumschlaf. Ihn bezeichnet man auch als REM-Schlaf, da sich dabei die Augen schnell hin und her bewegen (Engl. Rapid Eye Movement, REM).

Testete man das deklarative Gedächtnis, dann schnitten die Frühschläfer sehr viel besser ab als die Spätschläfer – ein Ergebnis, das zu den oben genannten neurophysiologischen Messungen passt: Faktenwissen wird wohl vor allem in Tiefschlafphasen konsolidiert. Anders sieht die Sache bei dem so genannten prozeduralen Gedächtnis aus, das für das Erlernen von automatisierten Handlungsabläufen wie Klavierspielen wichtig ist. Hier waren die Spätschläfer sehr viel erfolgreicher. Bei dieser Lernform sind also wohl vor allem die REM-Phasen wichtig.

Wie schon erwähnt, erlebten bei dem Versuchsaufbau alle Probanden den natürlichen Wechsel der Schlafphasen. Wie sich später herausstellte, könnte das wesentlich gewesen sein: Susanne Diekelmann und Jan Born haben 2010 in einem Übersichtsartikel viele Studienergebnisse zusammengetragen und kommen zu der Vermutung, dass das Gedächtnis gerade durch den Wechsel der Schlafphasen gebildet wird.

Emotionen setzen sich während der REM-Phase fest

Bei den bereits genannten Experimenten achteten die Forscher jeweils darauf, möglichst wenige Emotionen bei den Lernenden auszulösen, denn diese machen die Situation komplizierter: Schließlich sind dann sehr viel mehr Hirnbereiche einbezogen. Auf der anderen Seite weiß man aber, dass Gefühle unser Gedächtnis ganz wesentlich beeinflussen. Eine Geschichte etwa, die unser Herz anrührt, brauchen wir nur einmal zu lesen und schon haben wir sie uns gemerkt. Eine Gebrauchsanweisung dagegen, die keine Gefühle bei uns auslöst, müssen wir jedes Mal wieder herausholen, wenn wir etwa den DVD-Player programmieren wollen.

In einer Studie von 2001 testete das Team um Jan Born daher, wie der Schlaf sich auf emotionale Erinnerungen auswirkt. Probanden bekamen zutiefst aufwühlende Texte zu lesen, etwa die minutiöse Schilderung eines Kindesmordes. Wieder durften manche Versuchsteilnehmer ab 23 Uhr für drei Stunden schlafen, andere erst in den Morgenstunden. Eine dritte Gruppe musste die gesamte Nacht durchwachen. Letztere konnte sich anderntags kaum erinnern, den Frühschläfern gelang das ein wenig besser. Mit Abstand am besten schnitten die Spätschläfer ab, die also vor allem in den Genuss des Traumschlafes gekommen waren. Sie wussten noch viele Details der fürchterlichen Geschichten – sogar noch vier Jahre später. Emotionale Erlebnisse – das bestätigten spätere Studien – werden im Wesentlichen während der REM-Phasen konsolidiert und ins Gedächtnis übertragen.

Ein Ergebnis, das übrigens vollkommen gegen eine Theorie von Sigmund Freud spricht. Der Begründer der Psychoanalyse glaubte, dass Träume eine reinigende Wirkung haben, sich also Wut, Angst und Sorgen in der Nacht verflüchtigen. Diese Idee ist auch in der Küchenpsychologie weit verbreitet: „Schlaf mal drüber, danach sieht die Welt viel besser aus!“, ist ein wohl gemeinter Rat. Aber nicht immer ein guter, zumindest nicht direkt in der Nacht nach einem möglicherweise schlimmen oder gar traumatischen Erlebnis. Heute diskutieren Psychologen und Neurowissenschaftler, ob sich nicht erst im Schlaf hoch emotionale Erlebnisse im Kopf festsetzen. Eine Erkenntnis, die möglicherweise auch Menschen helfen könnte, die Schreckliches durchleiden mussten: Vielleicht können sie damit besser umgehen, wenn sie in der Folgenacht nicht schlafen – so zumindest die Theorie mancher Forscher.

Ob wir es nun wie im Falle des Paukens begrüßen oder im Falle von schlimmen Erlebnissen verfluchen mögen: Die Nachtruhe kann unser Erinnerungsvermögen schärfen. Im Schlaf zu lernen, ist also in einem ganz wörtlichen Sinne durchaus möglich.

Via dasGehirn.info und mehr zum Thema Schlaf

Zum Weiterlesen:
Diekelmann, S. und Born, J.: The memory function of sleep. In: Nature Reviews Neuroscience. Vol: 11(2), S. 114–126, 2010 (abstract)