Neues Lernen & Alte Ideologen

An alle, die die Schule von Morgen denken, an alle PisaVersteher, hier reblogge ich einen Beitrag zum Thema neues Lernen und meinen Kommentar, den ich als Aufruf verstanden wissen möchte.

Denn flächendeckend ist die die Art und Weise wie Schulen gebaut und eingerichtet werden. Flächendecken entscheiden nicht Schüler und Lehrer über den Bau und die Einrichtung ihrer Lernwelten. Flächendeckend beherrschen Plattenbaudenken die Verwaltungsbeamten die Schulen in den Gemeindestuben bauen und einrichten. Das multifunktionale Klassenzimmer ist ein Tabuthema, wie auch der individuelle Lehrerarbeitsplatz. In der Architektur des Schulbaus, werden Schüler und Lehrer aufgereiht, wie Soldaten auf dem Apellhofplatz.

Keine andere Berufsgruppe genießt solche Abgrund schlechten Arbeitsbedingungen am arbeitsplatz selbst. null Ergonomie usw. Und da wundern die hohen Ausfallzeiten, die hohen Krankentage wegen Rückenleiden usw.. Kein Banker, kein minister, kein Chefredakteur, kein abteilungsleiter usw. macht da mit. jeder karrierewechsel wird mit einem aufwändigen wechsel der ausstattung begleitet. da wird selbst in der industriellen Viehwirtschaft mehr Aufmerksamkeit auf die Haltung des Biokapitals gelegt.

Das fehlen des individuellen Lehrerarbeitsplatzes liegt auf jeden Fall nicht an der Didaktik und da werden auch weitere kollaborativ gegründete Methoden nichts verbessern. Da gibt es nur eins, entrümpeln und neu einrichten, ergonomisch und multifunktional.

Pisaversteher

Ein Gespenst geht um in Deutschland, und es wird uns noch viel Freude bereiten. Es ist das neue Lernen, oft auch individuelles Lernen genannt, das viele wichtige Elemente enthält, die wir im 21. Jahrhundert brauchen: intrinsische Motivation, Selbständigkeit, Forschertum, Team- und Kommunikationsfähigkeit. Aber das ist eine eher systemische Ableitung aus den neuen Arbeitsformen, die sich oft aus der Logik des digitalen Lernens Arbeitens ergeben. Also nicht mehr hierarchisch von Lehrern und einem Kanon namens Lehrplan angeordnet, auch nicht mehr in den Schulformaten, die wir aus der Zeit kennen, als unsere Klassenzimmer in Preußen für die Massenproduktion einer allgemeinen Schulpflicht entstanden. (Und die übrigens ihre historische Berechtigung hatten.)

Das klingt erstmal alles ganz hübsch. Das Problem ist das schroffe Nebeneinander vom starken Wunsch nach einem neuen Lernen, der aus den enttäuschten progressiven Elternhäusern, der Industrie und vor allem aber aus der rotbäckigen Netzgemeinde kommt. Der starke Wunsch nämlich ist geprägt durch…

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