Was ist dran an dieser Typisierung intro/extrovert ?

Do you like to make small talk? Do you prefer one-to-one conversations or group activities? These questions and many others often show up in personality quizzes to reveal how introverted or extroverted you are, but what does that really mean? Here’s what science tells us about extroversion and introversion.

Extroversion and introversion (E/I) are recognized as core aspects of people’s personalities. Today, they are included as part of a number of different personality scales, including the ever-popular Myers-Briggs Type Indicator and the Big Five Aspects Scales, but the idea of E/I goes back nearly a century. In the 1920s, noted psychologist Carl Jung coined the terms „introverted“ and „extroverted“ in his 1920s work, Psychologische Typen (Psychological Types). In his model, differences between the personalities basically boil down to energy: Extroverted people are energized by social interactions, whereas those same engagements are energetically taxing for introverts. So after attending a party or other social gathering, introverts need time alone to „recharge.“ Extroverts are typically thought of as those people who are outspoken, outgoing and predominately concerned with what’s going on with the outer world. Introverts, by contrast, are quiet, reflective and focused on the inner (mental) world. However, E/I is often seen as a kind of continuum, with people exhibiting a mix of introverted and extroverted tendencies — „ambiverts“ fall somewhere in the middle of this continuum….. read more

Auffälliges Kind? Sind Sie auch schon einmal aufgefallen?

via @Jesper Juul

Stimmt dieser Satz? Auffälliges Kind? Sind Sie auch schon einmal aufgefallen? Ich hoffe es für Sie!

Mir fällt da eine Geschichte ein: Ich wurde im Frühjahr von einer Kindergartenleiterin gefragt, ob ich mir nicht einmal ein Kind anschauen könnte, ein Kind über das die Erzieher oft sprechen, weil es auffällt. Der Junge, 4 Jahre alt sei aggressiv, würde die anderen Kinder immer wieder beißen und verletzen. Ein Hooligan?, fragte ich mich und habe mich an einem Vormittag eine Stunde ins Außengelände der Kita gesetzt und die Kinder und den Bub beobachtet. Was soll ich sagen, ein Alpha-Typ, der jeden wegbeißt der ihm ins Gehege kommt, der eine klare Vorstellung hat, der seine Ziele sieht und sie verfolgt. Der nicht daneben steht und zuschaut, wie so manches Häschen – kurzum ich beobachtet einen Auffälligen, einen von den Erziehern markierten Bub und sah 20 unauffällig. Ich fragte mich, sollten wir uns nicht um die anderen kümmern? Wieso sie daneben stehen, sich nicht trauen auf den Ball zu dreschen, oder ihr Spiel durch zu ziehen?

Auffälligkeit entsteht im Auge des Betrachters. Was haben wir erkannt, was gesehen – haben wir den Durchblick? Keinen Blick für den anderen zu haben, bedeutet nichts für ihn zu empfinden, er/sie fällt uns selbst nicht auf und es fällt uns nicht auch nichts dazu ein. Kinder SIND NICHT! Kein Kind ist, mehr oder weniger auffällig – es ist was es ist. Ein sich selbst verwirklichendes Individuum, auf der Suche nach Lebenslust. Kinder kooperieren und gestalten, sich einbringen und teilhaben. Was können sie nicht alles aus einer Klopapierrolle machen?!

Was bemerken wir, wenn wir hinschauen? Wir erkennen das, was in uns resoniert. Wenn wir was bemerken, dann weil es zuvor gemerkt wurde, in uns, wie ein Blaupause existiert. Können wir das Gegenteil denken, von dem was wir sehen? Das ist auf jeden Fall die Voraussetzung dafür aus der Beobachtung mehr zu machen, als eine Bestätigung von Vorurteilen.

Wenn wir beobachten, wo schauen wir hin? Sehen wir alles? Was fällt uns schon auf – die Talente der Kleinen, aber auch nur wenn wir einen Blick für Talente haben? Kennen wir denn unsere eigenen Talente? „Du siehst nur, was du kennst!“

Darum sind eine „second opinion“ und das Co-Therapie/Beratungs-Modelle so wichtig und notwendig. Verlass dich nicht auf eine Meinung, sagt mir meine Großmutter schon in Kindertagen, weil ich in der Schule auffällig wurde.
Ein Test, ist ja auch kein Test! Doch wir sind nicht bereit dafür die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Lieber alles simplifizieren, besser eindimensional – wieviel Unsinn in der Diagnostik gemacht wird, offenbart sich, wenn die Meinung eines Zweiten eingeholt wird.

Mir graut vor den ganzen Privatpraxen und den einsamen Cowboys/girls! Standard sollte sein, bevor wir ein Kind diagnostisch erfassen, dass zwei unabhängige Meinungen eingeholt werden. Das Intake-Verfahren sollte das berücksichtigen, bevor wir ein therapeutisch-pädagogisches Konzept auf ein Kind niederprasseln lassen und es mit unserer Fixierung stigmatisieren. Wir haben zwei Augen und fünf Finger und nicht ein Auge und einen Finger – wie sollten wir auch begreifen können, was ist, wie es ist! Oder?

Sagen Sie mir Ihre Meinung dazu!