Alter Wein in neuen Gläsern

Limbische Präposition

Unsere Reaktionen sind limbisch prädisponiert, wir können gar nicht anders. Die unbewusste Kraft der Deutung und Verknüpfung aus der Summe unserer persönlichen Erfahrung wird zur bestimmenden Größe. Einem Grundgefühl, was zur Attacke ausrufen lässt, in die Flucht oder in die Paralyse schlägt.

Was für den einen die Hutschnur zum Reißen bringt, ist für den andern ein Scherz. Der eine „steckt den Kopf in den Sand“, wenn er den Job verliert, wenn er stolpert, wenn er verlassen wird und der andere dreht sich um und sagt „jetzt erst recht“. Einer betrauert seine Mutter 5 Jahre, der andere 3 Tage.

Persönliche Niederlagen, die mit Scham verbunden sind, mit Demütigung, mit psychischem Missbrauch und dem Verlust des Selbtwertgefühls, sind nur in wenigen Fällen ein Thema für die Beratung. (Therapie vs. Coaching). Für den Beratungskontext ist ein mindest Maß an Selbstbestimmung nötig, damit sie erfolgreich sein kann. Wer in seinen Grundfesten gescheitert bzw. verletzt ist, braucht eine fundierte Therapie, um „wieder auf die Beine„, um wieder „auf Augenhöhe mit dem Leben zu kommen„. Dann aber, wenn diese therapeutische Grundlage geleistet, d.h. die psychische Stabilität erreicht ist, Verabredungen und Termine eingehalten werden, kann Beratung  sinnvoll sein.

Ein gescheiter Berater unterscheidet für seinen Klienten, zwischen dem, der stolpernd gescheitert ist und dem, der an seinen Grundfesten scheitert und wartet mit dieser Erkenntnis nicht 10 Sitzungen lang.

Links:
Eine neue Kultur des Scheiterns
So helfen Coaching und Therapien aus der Krise 

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