Towards WE & BEYOND – Impressions from a shared journey Part X

we8beyond

Information overload … attention request overload … choice overload … opportunity and possibility overload …just … Overload !!!

We stumbled across this topic when Bettina confessed to not having worked on our Blog as originally discussed.  Ah yes, we all have so much to do….  Though no, it seems even worse!  There are so many things we WANT to do!

How to choose, how to prioritise?

Do you have times where you just feel overwhelmed and overloaded:  I would like to write this blog – I would also like to develop the slides for my next teaching session, I definitely would like to work on the presentation for the workshop next week, I would like to cook for my friends, play with my kids, and I would love to go for a walk!  Of course I also HAVE to do most of these things, but the point is, I really…

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Merle hat ADS – „Keine Zeit für Träume“

„Merle hat ADS. In Deutschland sind 2 Millionen Kinder davon betroffen, viele wissen es gar nicht. Kinder mit ADS sind ausgesprochen aufnahmefähig. Kinder wie Merle können eine Menge von Informationen gleichzeitig aufnehmen. Die Fülle an Informationen braucht ein Mehr an Zeit, um sie zu verarbeiten, sie erscheinen langsam und unter Zeitdruck, gelingt ihnen die Verarbeitung der Informationen nur unvollständig. Es scheint, als ob ihnen die Kraft zum fokussieren fehlt. Stellen sie sich eine Mathematikaufgabe wie einen Gang vor, Merle soll die Rechenaufgabe innerhalb von 20 Minuten lösen. In dem Gang gibt es rechts und links Türen, Merle geht nicht den direkten Weg, sie läuft von Tür zu Tür, sie kann sich nicht so gut auf einen Punkt konzentrieren und braucht in vielfaches der Zeit, um die Aufgabe zu lösen.“

So etwa der Wortlaut im Spielfilm der ARD – „Keine Zeit für Träume“, der am Mittwochabend zum Thema ADS lief. Die Eltern gehen mit einer Empfehlung für eine multimodale Therapie nach Hause und natürlich lehnen die Eltern die medikamentöse Komponente der Therapie ab, weil sie fürchten, dass das Medikament zu sehr die Persönlichkeit ihres Kindes verändert.

Ja, was erwartet man von einer medikamentösen Behandlung? Alles soll so bleiben, wie es ist? Wieso dann die Therapie? Das ist etwa das Dilemma, in dem sich die Eltern im Spielfilm und noch viel mehr in der Realität befinden. Der Film thematisiert die Skepsis vieler Eltern, deren Kinder auf ADS oder ADSH hin getestet wurden. Eltern die nach langen Wartezeiten und einem Ritt von einem Experten zum anderen, mit bangen Erwartungen hoffen ihrem Kind die richtige Unterstützung zukommen zu lassen.

In Deutschland gibt es kein feinmaschiges Netz von ADS/ADSH-Ambulanzen. Vom Erstgespräch in der Schule, über den Kinderarzt, der Diagnostik, bis hin zur ersten Therapiestunde können schnell gut mehr als 9 Monate vergehen. Zeit die nicht verstreichen müsste, wenn mehr Kinderärzte entsprechend qualifiziert wären, es einen Schnelltest gebe und mehr ADS/ADSH-Ambulanzen.

„Ich hab ein Problem, ich habe depressive Episoden, aber ich nehme das Antidepressivum nicht, weil es mich verändert!“ Das ist die Krux, quasi der Hammelsprung den Patienten und auch Eltern von Kindern mit ADS/ADSH vollziehen. Natürlich verändert ein Medikament den Menschen, insbesondere wenn es darauf ausgerichtet ist eine Verhaltensweise zu beeinflussen, ansonsten wäre der Einsatz ja auch unsinnig. „Ich will die Depression los werden, aber das Medikament soll mich nicht verändern!“

Der Film (Filmkritik in der FAZ, hier) beginnt mit dem Elterngespräch in der Schule und der Empfehlung die Tochter, wegen ihrer Leistungsschwäche aus der Schule zu nehmen. Im Spielfilm eskaliert die Situation, das ganze Familiensystem leidet, letztendlich wird eine zweite Meinung eingeholt, die letztendlich die Erste bestätigt. Die medikamentöse Behandlung wird mit der Verordnung einer Brille verglichen. Am Ende bleibt offen, ob die Eltern das Rezept einlösen und es Merle mit dem Therapiekonzept gelingt leistungsfähiger zu werden. Der Film berührt, aber er bleibt an der Oberfläche, arbeitet mit Klischees, ob er das Thema damit wirklich im Sinne der Kinder voran bringt bezweifele ich. Schon das Bild mit dem Gang offenbart die Krux beim Verständnis der Verhaltensauffälligkeit.

Bei allem bleibt trotzdem die Frage, ob ein Kind, das wie beschrieben seine Welt erobert und ergreift tatsächlich als gestört beschrieben werden sollte.
Ist ADS eine Störung oder eine Normvariante? Ein Blick in die Geschichte dieser Verhaltensauffälligkeit oder Störung zeigt, der Formenkreis ist seit über 100 Jahren bekannt und keine Erfindung der letzten 20 Jahre, auch wenn ADS und ADSH in aller Munde ist. Man könnte meinen, mit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht tritt auch dieses Störungsbild auf. Sind solche Teilleistungsstörungen dann eventuell Teil des Systems Schule. Schon damals, in den Anfängen, wurde angenommen, dass es sich dabei um eine primär somatisch und keine rein psychisch begründete Störung handelt.

Das Merle so denkt, d.h. die Welt so wahrnimmt, also von Tür zu Tür geht ist ihre Art die Welt wahrzunehmen. Heute gibt es Ansätze und Forschungsergebnisse, die im Film „Keine Zeit für Träume“ nicht angesprochen wurden und einen ganz anderen Zugang zu der „Störung“ ADS offenbaren. Basierend auf den Beobachtungen von Jeffrey Freed in den 90. Jahren wird davon ausgegangen, dass Kinder mit ADS eine Rechtshirndominanz aufweisen. Was heißt das? Während der Entwicklung des Gehirns, entscheidet sich nicht nur, ob wir linkshändig sind, mit dem rechten oder linken Auge durchs Schlüsselloch schauen, oder mit dem rechten Fuß abspringen. Die Expression dieser Präferenzen ist nicht ohne genetischen Einfluss.

Es gibt Kinder mit einer ausgesprochen eindeutigen Rechtshirn- oder Linkshirndominanz. Sie unterscheiden sich in der Art, wie sie die Welt wahrnehmen, wie sie die Informationen verarbeiten und wie sie Lösungen finden. Hat Merle eine Rechtshirndominanz? Im Film wurde nicht gezeigt, wie Merle denkt, es wurden nur die Defizite dargestellt, die Träumereien.

Doch Merle kann nicht, nicht denken. Merle denkt, denkt anders, aber wie?
Denkt Merle visuell?  (Folgender Text stammt aus dem Netz, hier)

Dies bedeutet, dass die rechte Gehirnhälfte stärker aktiviert ist als die linke. Daraus ergibt sich ein visueller Wahrnehmungsstil. Rechtshirndominante Kinder denken räumlich und dreidimensional, speichern Informationen quasi in Bildern und haben sofort ein Bild vor Augen, wenn sie sich an etwas erinnern.
Die Informationsverarbeitung ist intuitiv und weniger logisch als bei Kindern mit Linkshirndominanz. Deshalb sind rechtshirndominante Kinder auch eher unorganisiert (bis chaotisch), impulsiv und haben Schwierigkeiten bei der Einhaltung von Regeln, sind dafür aber in der Lage, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Oft ist es geradezu erforderlich, dass sie sich in Bewegung befinden, um aufmerksam sein zu können und Neues aufzunehmen! Sie sehen das Ganze und gehen erst dann ins Detail, während „Linkshirner“ sich von Einzelinformationen zum Ganzen vorarbeiten. Letztere profitieren von Schritt-für-Schritt-Anleitungen und lernen durch Versuch und Irrtum (z. B. beim Erlernen des Radfahrens), während „Rechtshirner“ am besten mit Abbildungen klarkommen und sich neue Fertigkeiten am leichtesten dadurch aneignen, indem sie anderen dabei zusehen. Rechtshirndominante Kinder sind sehr kreativ und oft ausgesprochen musisch oder künstlerisch begabt. Spätestens in der Schule, die eher eine Welt der Worte denn der Bilder ist und Informationen überwiegend akustisch vermittelt (also vorwiegend dem Wahrnehmungsstil linkshirndominanter Kinder entspricht), haben „Rechtshirner“ häufig mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Da sie außerdem sozusagen „auf allen Kanälen“ hypersensibel sind und weil Berührungsreize, optische und akustische Reize ungefiltert auf sie einströmen, werden sie von der sprichwörtlichen „Fliege an der Wand“ abgelenkt und können sich dann nicht mehr konzentrieren.

Stellen Sie sich vor, sie würden ein Kind mit Linkshirndominanz zum Therapeuten schicken und ihn auffordern, auf dem Weg durch den Gang, nicht direkt zum Ziel zugehen, sondern jede Tür rechts und links des Gangs zu öffnen. Niemand würde auf die Idee kommen, das von einem Kind zu  verlangen, aber das genau verlangen wir wohl von Kindern, wie Merle!

Tom entspricht dem leistungs- und ergebnisorientierten Lernen der Schule, Merle sieht das Ganze, den Prozess und kommt zu ganz anderen Lösungen, sie will quasi auf dem gebogenen Lichtstrahl reiten. Absurd? Nein, ganz bestimmt nicht nur eben eine ganz andere Art die Welt zu erleben. Weder Tom noch Merle ist gestört, sie sind anders und erbringen andere Leistungsprofile.

Heute, am Donnerstagmorgen wird es in den Kinderarztpraxen Deutschlands wahrscheinlich nur ein Thema geben: Hat mein Kind ADS? „Fabian kann sich auch nicht so gut konzentrieren und in seinem Zimmer sieht es auch aus, wie beim Hempels unterm Sofa. Könnten sie ihn mal testen?“ Und was kommt dabei heraus, das Kind wird getestet und ist hochbegabt hat eine IQ von 135, aber denkt nicht lösungs- und ergebnisorientiert.

Wie denkt eigentlich Merle, Tom und Fabian oder denken die gar nicht? Nein sie denken, sie können nicht, nicht denken und wahrnehmen. Kann ein staatlich gesteuertes Schulsystem das nicht integrieren? Könnte es sein das Schule das Denken eindimensional, linkshirndominiert formatiert? Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Merle spielt kein Instrument. Wieso nicht? Da kann man auch von Tür zu Tür gehen, von Ton zu Ton, eine Partitur zu spielen verlangt den Prozess zu verstehen, auch umzudrehen, zu wiederholen und nicht auf dem direktesten Weg zum letzten Satz zu gelangen, quasi die ganzen Türen/Töne rechts und links zu überspringen.

Das folgende Bild zeigt wie Hilfe aussehen könnte. Zu kompliziert? Oder auch ein klassisches Beispiel für einen Entwickler einer Lösung mit Rechtshirndominanz, aber zielführend und hilfreich, lesen sie selbst (hier). Einer mit Linkshirndominanz würde so ein Bild sicherlich nicht im Erstimpuls entwerfen. (Smile)

https://i0.wp.com/www.terrapie.de/assets/images/ads-eltern.gif

Was hilft? Wenn ich mit diesem Artikel aufgeklärt habe, können Sie sich die Frage gut selbst beantworten, andernfalls habe ich Sie mit der Informationsflut verwirrt.

Warum sollte ADS nicht eine Normvariante sein? Wie könnte eine Lösung aussehen? Wie könnte man die vermeintlichen Defizite, die Unvereinbarkeiten kompatibel machen? Schwächen und Stärken ausgleichen? Multimodal, medikamentös und verhaltenstherapeutisch unterstützt? Ein Instrument lernen, um die Konzentration zu steigern, ist immer ein Gewinn für das Kind und das System.

Erzählen Sie, kommentieren Sie und hören Sie nicht auf Fragen zu stellen!

Sind Frontalunterricht und Hausaufgaben noch zeitgemäß? (2)

Neues von der Sandbank

Hausaufgaben – helfen sie beim Lernen oder verhindern sie es?

Diese Frage stand am Ende des 9. #EdchatDE, einer intensiven Diskussion unter „Bildungsmenschen“  auf Twitter über den Sinn von Hausaufgaben.

Die Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen für das Maß und die Bewertung von Hausaufgaben sind in Niedersachsen über das Schulgesetz geregelt. Interessant ist der Satz: „An Ganztagsschulen ist den Schülerinnen und Schülern umfassend Gelegenheit zu geben, Hausaufgaben im Rahmen der von der Schule vorgehaltenen Arbeits- und Übungsstunden bereits in der Schule zu erledigen.“ Dies bedeutete bei weiterer Zunahme von Ganztagsschulen, dass „Haus“-Aufgaben im eigentlichen Sinne an Bedeutung verlören. Gleichzeitig würden häusliche Vor- oder Nachteile der einzelnen Schüler ausgeglichen, da allen dieselben – in der Schule vorgehaltenen – Mittel zur Anfertigung der Aufgaben zur Verfügung ständen.

Helfen nun aber Hausaufgaben beim Lernen – oder verhindern sie es?

Dazu muss man die verschiedenen Aufgaben betrachten, die Hausaufgaben erfüllen sollen.

Verantwortungsübernahme: „Ich weiß, was ich…

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Real Learning is a Creative Process

Creative by Nature

“The important thing is not to stop questioning. Curiosity has its own reason for existing. One cannot help but be in awe when he contemplates the mysteries of eternity, of life, of the marvelous structure of reality. It is enough if one tries merely to comprehend a little of this mystery every day. Never lose a holy curiosity.”    ~Albert Einstein

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Real and meaningful learning is a creative process. Skills and knowledge cannot be downloaded like computer software, they must be acquired and mastered– through long-term application, experimentation and effort.

Those who have studied successful skill mastery describe a common process that is followed, one that requires practice, effort, patience and deep concentration. This is as true for basketball, chemistry and guitar playing as it is for cooking, painting, karate, engineering, parenting and brain surgery.

Take the example of language learning. All children are born with the natural ability to…

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Understanding How Our Brains Learn

Creative by Nature

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Over the last 30 years or so, researchers in cognitive science, education and developmental psychology have discovered some amazing things about how the human brain works, how our minds are naturally configured to develop skills, think creatively and continuously learn.

You’ve probably heard that we each use only about 10% of our brains. That’s not quite accurate. Actually, while we probably use less than 30% of the brain at any given moment, the patterns and regions of activation change continuously throughout the day.

These PET scans help to make this easier to understand. For every kind of activity you engage in there is a corresponding pattern of brain activity in your head- coordinated with specific sensory input, thoughts, emotions and movements of the body.

Constructing complex knowledge representations and skill patterns is what the brain does best, its designed for continuous growth and learns from direct observation, practice and experience…

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